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Meldungen aus dem Bezirksverband Weser-Ems
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Können Berufsschulen Projekte des Volksbundes mitgestalten?

Ja – Die BBS Meppen macht es vor

Was bedeutet Erinnerungsarbeit ganz konkret? In Meppen liefern Schülerinnen und Schüler darauf eine eindrucksvolle Antwort. Am polnischen Gräberfeld auf dem Friedhof Markstiege erforschen Jugendliche des Windthorst-Gymnasiums die Schicksale der dort Bestatteten – und holen ihre Geschichten zurück ins Bewusstsein.

Doch wie kann eine Berufsschule ein solches Projekt unterstützen?

Erst durch die Zusammenarbeit mit der BBS Meppen wird aus Forschung sichtbare Erinnerung.

Denn während die Schülerinnen und Schüler des Windthorst Gymnasiums in Meppen die Inhalte erarbeiten, übernehmen Berufsschüler den praktischen Teil: Sie bauen die Gestelle für die Erinnerungstafeln – und bringen sie direkt vor Ort in Stellung.

Sechs Schüler der Berufseinstiegsklasse Metall/Holz (BEMH) fertigten die Konstruktion in präziser Handarbeit. Bohren, sägen, schweißen – nach rund sechs Stunden stand das Ergebnis. Kurz darauf verlagerte sich die Arbeit vom Werkraum auf den Friedhof.

Dort begann die eigentliche Aufbauarbeit: Fundamente mussten ausgehoben, Maße exakt bestimmt werden.

Unterstützt von der Berufsfachschule Bau (BauB1B) wurde das Projekt schließlich vollendet. Die Schüler gruben die Fundamentlöcher, mischten Beton an und richteten die Konstruktion aus.

Dieser Arbeitsschrift verlangt besondere Sorgfalt, damit das Gestell auch fest steht.

Mit einem eigens gebauten Hilfsgerüst sorgten sie dafür, dass alles sicher an Ort und Stelle blieb, während der Beton aushärtete. Begleitet wurden die Arbeiten von Friedhofsmitarbeitern, die ihr Fachwissen einbrachten.

Das Ergebnis kann sich nach sechs Stunden Teamarbeit sehen lassen: Die fertigen Gestelle stehen bereit, um die Informationstafeln aufzunehmen. Sie machen die Geschichte hinter den Gräbern sichtbar – für alle, die den Friedhof besuchen.

Für die beteiligten Schülerinnen und Schüler ist das Projekt mehr als nur Unterricht: Sie haben etwas geschaffen, das bleibt. Ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen – und ein Beispiel dafür, wie schulische Zusammenarbeit Erinnerungsarbeit lebendig macht.